Der Bedlington Terrier
ist durchaus nicht das "Schäfchen", mit dem er so oft verglichen wird.
Er stammt aus der Grafschaft Northhumberland im englisch/schottischen Grenzgebiet. Wahrscheinlich lebten seine Vorfahren dort schon Ende des 18. Jahrhunderts bei Zigeunern und Landstreichern.
Seine Abstammung geht ziemlich sicher auf Kreuzungsprodukte einheimischer schottischer Jagdterrier mit Otterhounds, englischen Terriern und Greyhounds zurück.
Die niederläufigen schottischen Terrier waren als gute Bauhunde bekannt, für die Jagd über der Erde aber zu langsam. Mit Hounds gekreuzte Terrier waren wesentlich schneller, gaben aber, wie ihre Erdhundvorfahren, wenn sie über der Erde jagten, keinen Sichtlaut; deshalb eigneten sie sich vorzüglich zum Wildern. Auf diese Weise lieferten sie ihren ärmlichen Besitzern manchen unerlaubten Braten für die Pfanne.
Ab 1820 wurde der Bedlington Terrier dann als Rasse planmäßig gezüchtet. Er erhielt seinen Namen nach einem Städtchen nördlich von Newcastle, wo der Maurer Ainsley sich der Zucht besonders erfolgreich angenommen haben soll. Der Bedlington Terrier ist ein liebenswürdiger und unkomplizierter Hund mit anhänglichem, anschmiegsamen Wesen, dabei wachsam und mutig. Er kann, wenn nötig, außerordentlich scharf sein. Es gibt Bedlingtons mit Leistungskennzeichen bis Schutzhund Stufe III.
Seine Schulterhöhe beträgt ca. 42cm. Er besitzt kein hartes, doppeltes Haarkleid, sondern dichtes, flockiges, von der Haut abstehendes Fell, das nicht haart. Seine Haarfarben sind blau (blue), braun (liver), sandfarben (sandy) oder auch blau und lohfarben (Blue and tan). Das Fell wird nicht gerupft, sondern regelmäßig mit Schere und Klipper geschnitten.